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Baumwolle wird auf allen Kontinenten unter den unterschiedlichsten
Umwelt- und Produktionsbedingungen angebaut. Sie ist ein wichtiger
Rohstoff für eine vielfältige und profitträchtige
Wertschöpfungskette und wird weltweit an den Börsen gehandelt.
Baumwolle steht im Mittelpunkt des Streits um Agrarsubventionen
und ist ein wichtiges Instrument in der Entwicklungshilfe. An ihr
haben internationale Chemiefirmen ebensoviel Interesse wie Vertreter
der ökologischen Landwirtschaft, denn sie verbraucht im Vergleich
mit anderen Kulturpflanzen die größte Menge an Wasser,
Dünger und Pestiziden.
Vom Produzenten zum Konsumenten ging die Baumwolle schon zu Kolonialzeiten
um die Welt, heute haben sich lediglich die Routen verändert.
So kann es sein, dass Baumwollfasern aus Texas zur Verarbeitung
nach China geschickt werden, von dort auf den Laufsteg in Paris
gelangen um schliesslich in der Altkleidersammlung nach Afrika zu
reisen, wo sie als Secondhand-Mode getragen werden.
Der Fotograf Hans Peter Jost hat auf seinen Reisen nach Indien,
China, Brasilien, Amerika, Usbekistan, Mali und Tansania ein fotografisches
Portrait der Baumwolle geschaffen: das Leben der Baumwollbauern
und deren Arbeitsbedingungen, Anbau, Ernte, Verarbeitung und Vermarktung
der Baumwolle.
Christina Kleineidam, die den Fotografen auf seinen Reisen begleitet
hat, beschreibt das Gesehene, und gibt Hintergrundinformationen
zu den spezifischen Problemen der einzelnen Länder.
Die Ökonomin Pietra Rivoli erläutert in ihrem Vorwort
die globalen Zusammenhänge von Anbau und Vermarktung der Baumwolle.
19 x 26 cm, 320 Seiten, 220 s/w Fotografien, Hardcover
ISBN 978-3-03778-200-2, Deutsch
ISBN 978-3-03778-201-9, Englisch
CHF 64.90 EUR 39.90
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