Die Neuerscheinungen eines Jahres sollen sich zu einem Bild fügen, welches das Spektrum unseres Programms widerspiegelt. Dieses Jahr erscheint es in besonderer Klarheit. In allen Bereichen ist eine Auswahl gelungen, die dem Leitgedanken gerecht wird, Facetten der kulturellen Debatten festzuhalten und gesellschaftliche Zusammenhänge aufzuzeigen. Die neuen Titel gewähren Einblicke in die Themen unserer Zeit, erörtern gestalterische Prozesse, gesellschaftliche Fragen und kulturelle Phänomene und dokumentieren herausragende gestalterische und künstlerische Positionen. Es sind Spezialitäten, die sich keineswegs nur an Experten richten, sondern an ein aufmerksames Publikum, das mit uns die Faszination für die Vielfalt und Qualität der Auseinandersetzung teilt.

  1. Typography
    Wolfgang Weingart
    Typography
    Wege zur Typografie

    Auslieferung nach Europa und übrige Länder: 6. Mai

    Auslieferung nach USA und Kanada: Juni

    Seit den 70er-Jahren hat Weingart die internationale Entwicklung der Typografie massgeblich beeinflusst. Ende der 60er-Jahre verlieh er der erstarrten Schweizer Typografie neue Impulse und manifestierte die Erneuerung in seinen eigenen Arbeiten, etwa für die Typographischen Monatsblätter TM. Unzählige Gestalter sind durch Weingarts Unterricht an der Schule für Gestaltung Basel und durch seine Vorträge angeregt worden. In Typography zeigt er einen umfassenden
    Überblick über seine mehrheitlich unbekannten Arbeiten aus den vergangenen vierzig Jahren. Weingart hat das Buch exemplarisch gestaltet.

    22,5 × 27,5 cm, 520 Seiten, 450 Abbildungen, Softcover (2014)

    ISBN 978-3-03778-426-6, d/e

    40,00 € / 50,00 Fr.
  2. Neue Grafik/New Graphic Design/Graphisme actuel
    Neue Grafik/New Graphic Design/Graphisme actuel
    1958–1965

    Faksimile-Reprint aller 18 veröffentlichten Ausgaben mit Kommentarband

    Herausgegeben von Lars Müller

    Gratis Versand nach CH, D und A. Übrige Länder zzgl. Versandkosten.
    Bei Bestellungen aus Übersee bitte Telefonnummer im Adressformular angeben.
    Für Bestellungen von mehr als 3 Exemplaren bitte den Verlag kontaktieren: info@lars-muller.ch.

    Neue Grafik, die «Internationale Zeitschrift für Grafik und verwandte Gebiete», wurde vom Zürcher Gestalter Josef Müller-Brockmann initiiert und von einem Redaktionskollektiv, bestehend aus ihm, Richard Paul Lohse, Hans Neuburg und Carlo Vivarelli (LMNV), in 18 Nummern zwischen 1958 und 1965 veröffentlicht. Die Bände sind nun wieder als hervorragender Faksimile-Nachdruck exklusiv bei Lars Müller Publishers erhältlich.

    Neue Grafik kann aus historischer Sicht als programmatische Plattform und wirksamstes publizistisches Organ der zu ihrer Zeit international massgeblichen Schweizer Grafik betrachtet werden. In der Zeitschrift wurde von den Protagonisten der Schweizer Schule beziehungsweise ihrer strengen Zürcher Fraktion ein fundamentaler Diskurs über die Grundlagen einer angesagten objektiven Kommunikation und einer konstruktiven Gestaltung geführt. Der Einfluss der Bewegung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Weltweit wurde die Schweizer Schule, auch «International Style» genannt, zum Vorbild für die aufkommende konzeptionelle Ausrichtung des Corporate Design von zunehmend global operierenden Grossunternehmen. Aber auch auf die Gestaltung solitärer Aufgaben wie Plakaten, Ausstellungen und Publikationen hatte die Bewegung vorbildhaften Einfluss.

    Die Neue Grafik ist heute ein wichtiger Orientierungspunkt der jüngeren Geschichte grafischer Gestaltung. Nach dem digitalen Höhenflug lässt sich eine neue Nachfrage nach sachbezogenen Konzeptionen und einer klaren Formensprache feststellen. So ist auch das Interesse an der fast fundamentalistisch zu nennenden Haltung der vier Zürcher Grafiker zu erklären, die als Herausgeber für die Inhalte der Zeitschrift verantwortlich zeichneten.

    Design: Integral Lars Müller<br />
    25 x 28 cm, 1184 Seiten (Reprints), 64 Seiten (Kommentarband), 18 Softcover-Bände im Schuber (2014)

    ISBN 978-3-03778-411-2, d/e/f

    160,00 € / 200,00 Fr.
  3. Amateur Attitude
    Ab Oktober 2014
    Wang Shu
    Amateur Attitude

    Essays von Kenneth Frampton und Aric Chen

    Amateur Attitude beschäftigt sich mit dem aktuellen Werk des chinesischen Architekten Wang Shu, Pritzker-Preisträger von 2012. Einer zeitgenössischen Ästhetik verhaftet, sind seine Bauten durch eine intensive Beschäftigung mit dem Ort und dessen Geschichte geprägt und greifen auf traditionelle Bautechniken zurück. Oft werden Materialien abgerissener Quartiere wiederverwendet. Dieser Ansatz entspricht einer kritischen Haltung, die sich gegen eine durchrationalisierte, auf Effizienz getrimmte Architekturproduktion richtet, wie sie derzeit in Städten weltweit zu beobachten ist. Wang Shus Ansatz setzt dagegen auf Bedachtsamkeit in Entwurf und Realisierung sowie auf die Fähigkeit, vor Ort flexibel auf den Kontext zu reagieren – was er als Amateur Attitude bezeichnet. Die Essays verorten das Werk des Architekten im aktuellen Kontext. Umfassendes Bildmaterial ermöglicht exklusive Einblicke in das vielgestaltige Schaffen.

    WANG SHU, geboren 1963 in der Provinz Xinjiang, China, gründete 1997 seine Architekturfirma «Amateur Architecture Studio». 2012 Auszeichnung mit dem Pritzker-Preis.

    KENNETH FRAMPTON, geboren 1930, ist einer der weltweit renommiertesten Architekturtheoretiker. Er lehrt als Professor an der Columbia University, New York.

    ARIC CHEN, geboren 1974, ist Autor, Kritiker und Kurator für Design und Architektur des neuen M+ Museum for Visual Culture in Hong Kong.

    Design: Integral Lars Müller

    24 x 30 cm, ca. 280 Seiten, ca. 300 Abbildungen, Hardcover (2013)

    ISBN 978-3-03778-337-5, Englisch

    58,00 € / 70,00 Fr.
  4. Japan – Nippon
    Poster Collection 26
    Japan – Nippon

    Herausgegeben vom Museum für Gestaltung Zürich
    Mit einem Essay von Kiyonori Muroga

    Lieferbar in den USA und Kanada: April

    Plakate verbreiteten sich in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg parallel zum raschen Wiederaufbau und wirtschaftlichen Aufschwung des Landes. Während sich die Plakatgestalter der ersten Generation noch an der westlichen Moderne orientierten und nach einer universalen, funktionalen Kommunikation suchten, knüpfte die folgende Generation ab den 1970er-Jahren immer bewusster an die eigene Bildtradition an und pflegten betont individuelle Ansätze. Dies geschah nicht zuletzt als Reaktion auf die Faszination des Westens für eine Plakatkultur mit ganz anderen Rahmenbedingungen und Argumenten. Bis heute funktioniert das japanische Plakat vor allem als hochästhetisches Indoor-Medium und Imagewerbung, die ein Selbstverständnis des Gestalters als Künstler voraussetzen.

    16,5 x 24 cm, 112 Seiten, 137 Abbildungen, Softcover (2014)

    ISBN 978-3-03778-422-8, d/e

    28,00 € / 35,00 Fr.
  5. Josef Müller-Brockmann
    Poster Collection 25
    Josef Müller-Brockmann

    Herausgegeben vom Museum für Gestaltung Zürich

    Josef Müller-Brockmann hat mit seinem grafischen Schaffen die visuelle Kommunikation der Schweiz ab den 1950er-Jahren entscheidend geprägt. Seine Plakate beweisen, dass eine sachliche, formal reduzierte Sprache den Anforderungen einer universalen, zeitlosen Mitteilung am besten entspricht. Plakatkampagnen für langjährige Auftraggeber wie die Tonhalle Zürich oder den Automobil Club Schweiz folgen strengen, funktionalen Kriterien – und zeichnen sich dennoch durch unterschiedliche gestalterische Lösungen und spannungsvolle, dynamische Kompositionen aus.

    Die Publikation stellt ausgewählte Plakate von Müller-Brockmann vor und situiert diese in ihrer Zeit, fragt aber auch nach der Gültigkeit seiner Ansätze aus heutiger Sicht.

    Design: Integral Lars Müller

    16,5 x 24 cm, 96 Seiten, 140 Abbildungen, Softcover (2014)

    ISBN 978-3-03778-392-4, d/e

    28,00 € / 35,00 Fr.
  6. HfG Ulm
    A5/06
    René Spitz
    HfG Ulm
    Kurze Geschichte der Hochschule für Gestaltung

    Herausgegeben von Jens Müller

    Die Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm hat das Design der Moderne entscheidend geprägt und die Gestaltung von Nutzgegenständen, das Berufsbild und die Ausbildung des Designers sowie die Methodenlehre und Designtheorie an Hochschulen massgeblich beeinflusst. Die ausserordentlich grosse Wirkung der HfG ist vor dem Hintergrund ihres kurzen, nur fünfzehnjährigen Bestehens von 1953 bis 1968 umso erstaunlicher. Einst waren ihre Gründer Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill angetreten, um nach den schrecklichen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und des Regimes der deutschen Nationalsozialisten zur Gestaltung einer neuen, besseren Gesellschaft beizutragen. In diesem Band wird die Geschichte der HfG verständlich nachvollzogen und umfangreich bebildert.

    14,8 x 21 cm, 128 Seiten, 182 Abbildungen, Softcover (2014)

    ISBN 978-3-03778-413-6, d/e

    28,00 € / 35,00 Fr.
    1. Die gesellschaftliche Verantwortung der Gestalter / The Designers' Societal Responsibility
    2. Die kulturelle Bewältigung der technischen Zivilisation / Coping Culturally with Technical Civilization
    3. Kurze Geschichte der HfG Ulm / A Brief History of HfG Ulm
    4. Die Schliessung / The Closure
    I. HfG Ulm in Bildern / Pictures of HfG Ulm
    II. Die wichtigsten Dozenten / Important Lecturers
    III. Abteilungen / Departments
    IV. Resultate / Outcome
    René Spitz

    RENÉ SPITZ, geboren 1968, Designtheoretiker und -historiker mit den Forschungsschwerpunkten HfG Ulm und gesellschaftliche Verantwortung der Gestalter.

  7. Rolf Müller
    A5/07
    Rolf Müller
    Geschichten, Systeme, Zeichen

    Herausgegeben von Jens Müller

    Der Band ist die erste Monografie über den Designer Rolf Müller, der vor allem durch seine visuelle Gestaltung der Olympischen Spiele in München 1972 bekannt geworden ist. Unter seinem Professor, Otl Aicher, wurde er als junger Absolvent der HfG Ulm mit diesem Projekt zum führenden Entwickler einer Arbeit, die im internationalen Design neue Massstäbe setzte. Parallel entstand das Büro Rolf Müller in München. Anhand ausgewählter Projekte wird die Mentalität und Methodik seiner Gestaltung dargestellt: Seit nahezu vier Jahrzehnten konzipiert und realisiert Rolf Müller visuelle Erscheinungsbilder, darunter Firmenidentitäten, Publikationen sowie Informations- und Orientierungssyteme. Zu den Projekten des Büros gehört die über viele Jahrzehnte geprägte visuelle Identität der Stadt Leverkusen, oder das in 39 Ausgaben erschienene Magazin HQ High Quality für die Firma Heidelberger Druckmaschinen. Als Geschichtenerzähler, Systemgestalter und Zeichensetzer hat Rolf Müller mit seinen Arbeiten Spuren in der internationalen Designgeschichte hinterlassen. Seine Haltung hat das Berufsverständnis heutiger Kommunikationsdesigner massgeblich mitgeprägt.

    14,8 x 21 cm, 128 Seiten, 350 Abbildungen, Softcover (2014)

    ISBN 978-3-03778-414-3, d/e

    28,00 € / 35,00 Fr.
  8. Urban Hopes
    Urban Hopes
    Made in China by Steven Holl

    Herausgegeben von Christoph a. Kumpusch

    Während der letzten zehn Jahre hat das Büro Steven Holl Architects zunehmend grössere und komplexere Bauaufgaben in China übernommen. Teil der Arbeit war es, dem vorherrschenden Kontext gerecht zu werden: Stadt, Infrastruktur,
    Überbevölkerung. Die im Buch gezeigten Projekte wagen eine ernsthafte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Massstäben und der Dynamik zwischen Mikro- und Makro-Ebene. Ein Dazwischen, eine einfache Mischung gibt es nicht. Vielmehr eine Studie kontrastierender, ineinander verschachtelter Massstäbe, die der Tatsache Rechnung tragen, dass Stadtbewohner sich in ihrer Wahrnehmung jeden Tag zwangsläufig zwischen einer grossmassstäblichen und einer kleinteiligen Ebene hin- und herbewegen. Inhalt und Format des Buches spiegeln diesen Gegensatz wider. Grossformatige Abbildungen und Grafiken dokumentieren Steven Holls neuere Bauten in China, diese werden durch Essays und kritische Analysen jüngerer Architekturtheoretiker ergänzt.

    CHRISTOPH a. KUMPUSCH ist Architekt und der Leiter von Foraward slash (/) c.a.k Productions. Er ist Professor für Architektur an der Graduate School of Architecture, Planning and Preservation der Columbia University und am Pratt Institute.

    STEVEN HOLL, geboren 1947, gründete 1976 sein Büro Steven Holl Architects in New York. Bekannt wurde Holl vor allem durch das Kiasma Museum für zeitgenössische Kunst in Helsinki, Finnland aus dem Jahr 1988, sowie das Studentenwohnheim Simmons Hall am Massachusetts Institute of Technology aus dem Jahr 2003.

    Design: Integral Lars Müller

    17 x 17 cm, 288 Seiten, 166 Abbildungen, Hardcover (2014)

    ISBN 978-3-03778-376-4, Englisch

    40,00 € / 49,00 Fr.
  9. Apple
    Ken Miki
    Apple

    Mit Apple legt Ken Miki auf spielerische Art einen kompletten Grundlagenkurs der Visuellen Kommunikation vor – veranschaulicht und präsentiert anhand eines simplen, uns allen bekannten Objekts: des Apfels. Zunächst werden alle fünf Sinne in einer schrittweisen Analyse des Apfels aktiviert, durch Berühren, Beobachten, Riechen, Fühlen und Essen. Anhand des Apfels werden daraufhin die Themen Form, Farbe, Umfang, Oberfläche, Oberflächenstruktur, Schrift, Linien, Körper und Text angesprochen und somit die grundlegenden Elemente, mit denen Gestalter arbeiten, thematisiert. In der Auseinandersetzung mit einem alltäglichen Objekt findet sich ein spielerischer Zugang zu den einzelnen Themen, der zugleich einen hohen Lerneffekt mit sich bringt. Ein einzigartiges Lehrbuch, das sowohl mit Gestaltung wenig Vertrauten als auch erfahrenen Grafikern interessante und neue Denkanstösse bietet.

    Design: Ken Miki

    16,5 × 24 cm, 164 Seiten, 224 Abbildungen, Softcover (2014)

    ISBN 978-3-03778-386-3, Englisch

    32,00 € / 40,00 Fr.
    Ken Miki

    KEN MIKI, geboren 1955, hat 1982 seine eigene Designfi rma Ken Miki gegründet und unterrichtet an der Osaka University of arts.